Gehirnwellen

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Gehirnwellen, Gehirnwellenfrequenzen und Gehirnwellenmuster

Was sind nun Gehirnwellen und wie lassen sie sich beeinflussen? Um das erklären zu können, müssen wir uns die Funktionsweise unseres Gehirns etwas genauer ansehen.

gehirnwellen

Das menschliche Gehirn lässt sich in vier Bereiche unterscheiden: Großhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn und Hirnstamm. Jeder Bereich wird in der Wissenschaft noch weiter untergliedert. Für das Verständnis der Wirkweise von Brainwave Musik ist die vorgestellte Unterteilung aber völlig ausreichend. Großhirn und Kleinhirn gliedern sich weiter in je zwei Hirnhälften, die Hemisphären genannt werden. Die beiden Hemisphären des Großhirns sind über den sogenannten Balken, einem dicken Nervenstrang, miteinander verbunden. Den Hemisphären werden verschiedene Verantwortungsbereiche für das menschliche Dasein und Handeln zugesprochen. Die linke Gehirnhälfte ist überwiegend mit rationalen Aspekten des Lebens beschäftigt. Die rechte Gehirnhälfte gilt als Sitz von Intuition, Emotionen und Kreativität. Das gesamte Gehirn setzt sich aus einer Vielzahl miteinander vernetzter Nervenzellen zusammen, die über elektrische Impulse miteinander kommunizieren. Diese Impulse erzeugen elektrische Schwankungen im Gehirn, die Gehirnwellen. Meist produziert das menschliche Gehirn viele verschiedene Gehirnwellen gleichzeitig, da es als Schaltzentrale des Menschen jede Menge Aufgaben aus verschiedenen Bereichen gleichzeitig zu koordinieren hat. Je nach Bewusstseinszustand herrschen aber Wellen eines bestimmten Frequenzbandes vor. Als elektrische Impulse sind Gehirnwellen mit der Elektroenzephalografie (EEG) messbar.

Solange ein Mensch lebt, entstehen in seinem Gehirn in jedem Bewusstseinszustand unablässig Gehirnwellen. Jede gedankliche und motorische Aktivität, ob bewusst oder unbewusst ausgeführt, erzeugt sie. So lassen sich Gehirnwellen gezielt durch akustische oder visuelle Reize von außen beeinflussen und entsprechend stimulieren.

Je nach dem Bewusstseinzustand, in dem sie erzeugt werden, werden die Gehirnwellen in Beta-, Alpha-, Theta-, Delta- und Gamma-Frequenzen unterschieden. Die jeweiligen Frequenzbänder lassen sich mit dem EEG in verschiedenen Hertz (Hz)-Einheiten messen. Ein Hertz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.

Die Grenzen der für das Ohr wahrnehmbaren Schwingungen werden ebenso wie die Grenzen der einzelnen Frequenzbänder in unterschiedlichen Quellen abweichend von einander angegeben. Den folgenden Ausführungen sind die Daten nach Wikipedia zugrunde gelegt.

Beta-Frequenzband

Diese Frequenzband umfasst Gehirnwellen, die im bewussten Wachzustand eines Menschen durch Außenreize erzeugt werden. Die Beta-Frequenzen liegen bei 12 bis 38 Hz. Der Mensch ist der Welt zugewandt. Je konzentrierter und intensiver er sich auf seine jeweilige Aufgabe ausrichtet, umso höher steigt die Beta-Frequenz. Ruhig konzentriert arbeitende Menschen liegen mit ihren Gehirnwellen im unteren Frequenzbereich bei 12 bis 15 Hz, gestresste, hektische Menschen takten dagegen bei 21 bis 38 Hz.

Alpha-Frequenzband

Die Gehirnwellen, die in den Übergangphasen zum oder aus dem Schlaf oder in sanfter Entspannung entstehen, erzeugen Schwingungen auf der niedrigeren Alpha-Frequenz bei 8 bis 12 Hz. Auch in diesem Zustand ist der Mensch wach, aber zugleich sehr entspannt, wie kurz nach dem Aufwachen, in Ruhephasen oder während ruhigen Arbeitspausen im Laufe des Tages, die nicht vom Schlaf begleitet werden. In diesen Phasen ist der menschliche Geist offen und aufnahmefähig für Reize, die Einfluss auf seine Gehirnwellen nehmen und sein Unterbewusstsein erreichen können.

Theta-Frequenzband

Das Theta-Frequenzband ist in tiefer Entspannung und im leichten Schlaf bei aktivem Unterbewusstsein messbar. Seine Messzahl liegt zwischen 3 und 8 Hz. Im unteren Frequenzbereich befindet sich der Mensch kurz vor dem Einschlafen, der obere kennzeichnet tiefe Entspannungsphasen und Wachträume. Die Theta-Frequenzen gelten als am besten geeignet, um die menschlichen Gehirnwellen mental programmieren zu können.

Delta-Frequenzband

Der unbewusste Tiefschlaf spiegelt sich in der Delta-Frequenz wider. Es umfasst Werte von 0,2 bis 3 Hz. In diesem Zustand sind menschliche Gehirnwellen nur schwer beeinflussbar.

Gamma-Frequenzband

Die Wellen der Gamma-Frequenz liegen im Bereich über 30 Hz. Man kann sie in Momenten sehr hoher Konzentration oder während intensiver Lernprozesse messen. Gamma-Frequenzen sind auf einem EEG-Streifen mit bloßem Auge nicht zu sehen.

Je nachdem auf welcher Frequenz Brainwave Musik einen Menschen anspricht, können Entspannung, Lernfähigkeit, Konzentration oder verschiedene Emotionen und Empfindungen gefördert bzw. beeinflusst werden. Will man beispielsweise gezielt einen beruhigenden Einfluss auf die Gehirnwellen nehmen, lassen sich besonders gut die Alpha- und die Theta-Frequenz nutzen, da sie die Übergangsphasen zwischen aktiver Wachphase und passiver Ruhe abdecken. Wer Gehirnwellen auf diesen Frequenzen produziert, befindet sich sozusagen im Transit zwischen zwei Welten: der Außenwelt und seinem geistigen Inneren. In dieser Phase ist der Mensch am besten in der Lage, sein Unterbewusstsein mit äußeren Reizen in Verbindung zu bringen. Hier setzt die Brainwave Musik an: mit ihrer speziellen Technik ist sie in der Lage, Gehirnwellen zu trainieren und zu beeinflussen.

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